Mobile Kulturmittlerinnen

Mobile Kulturmittlerinnen Mettenhof

Ein Kooperationsprojekt zur Integration
von Migrationsfamilien in Mettenhof

Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

Für Menschen anderer Sprach- und Kulturkreise ist der Zugang zu solchen unterstützenden Angeboten oft erschwert. Die Orientierung im deutschen Gesundheits-, Erziehungs- und Bildungssystem stellt vielfach eine Herausforderung dar. Damit Familien mit Migrationshintergrund die Systeme kennenlernen und von diesen Unterstützungsangeboten profitieren können, wünschen sich viele eine Ansprechpartnerin ihres Sprach- und Kulturkreises, die eine Lotsenfunktion übernimmt.Dabei gilt es nicht nur, sprachliche Hürden zu überwinden, sondern auch Erwartungen, Werte und Haltungen zu machen.

Die mobilen Kulturmittlerinnen übernehmen diesen Brückenschlag zwischen den Kulturen und helfen Familien mit Migrationshintergrund, sich zurecht zu finden. Sie sind dazu ausgebildet, Familien ihres eigenen Sprach- und Kulturkreises über Hilfsangebote im Gesundheits- und Bildungsbereich (z.B. Ansprüche auf Hebammen-betreuung, Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, Einschulungs-untersuchungen, kindliche Förderangebote) aufzuklären, sie gegebenenfalls dahin zu begleiten und sie in der Kommunikation mit offiziellen Stellen zu unterstützen. Sie vermitteln die Möglichkeiten, Rechte und Pflichten von Eltern im deutschen Erziehungs- und Bildungssystem und überzeugen Eltern von der Bedeutung des eigenen Spracherwerbs zu einer gelingenden Integration.

Die Herkunftsländer der Mobilen Kulturmittlerinnen sind Kasachstan, Irak, Polen,
Albanien, Türkei, Afghanistan und Marokko. Folgende Sprachen sind vertreten:
Russisch, Arabisch, Englisch, Polnisch, Albanisch, Griechisch, Französisch,
Türkisch, Kurdisch, Persisch, Urdu, Hindi, Paschtu.

Information:
Eva-Maria Koller, Nathalie Baron (Frauenberatungsstelle) Tel. 524241
Annette Naumann (AWO Kinderhaus) Tel. 521867